. .
Home

Narkosen

Hier werden allen gängigen Narkoseverfahren durchgeführt. Dem allgemeinen Trend folgend ist dabei der Anteil an Gasnarkosen deutlich rückläufig. Bevorzugt werden pumpengesteuerte, intravenöse Narkoseformen(TIVA) sowie ultraschallgesteuerte Nervenblockaden zur Schmerzausschaltung. Daneben finden auch rückenmarksnahe Narkoseformen(Spinal-/Periduralanästhesie ) ihre Anwendung.

Propofol-Sedierung – Schlafnarkose

Propofol wirkt als Hypnotikum, hat jedoch keine schmerzlindernde Wirkung. Es wird zur Sedierung, etwa bei Magen- (Gastroskopie) oder Darmspiegelungen (Koloskopie), verwendet. Als besondere positive Eigenschaften gelten das relativ angenehme Einschlafen und Aufwachen sowie die Tatsache, dass Übelkeit und Erbrechen selten auftreten.

Nebenwirkungen

Bedeutsame Nebenwirkungen bei der Gabe von Propofol sind die Atemdepression bis zur Apnoe sowie Blutdruckabfall (durch verminderten peripheren Gefäßwiderstand). Es treten auch Erregungsphänomene (spontane Bewegungen, Muskelkrämpfe), allergische Reaktionen (Anaphylaxie) aufgrund von Histaminfreisetzung sowie Träume (meist angenehm, jedoch auch hin und wieder sogenannte „bad trips“ - schlechte Träume, die real erlebt werden) des Patienten auf. Eine weitere Nebenwirkung ist der lokale Schmerz bei der Injektion, der durch eine Reizung der Venenwand entsteht. Weiterhin kann es in einzelnen Fällen nach Anwendung von Propofol zum Auftreten von Krampfanfällen kommen

Gegenanzeigen

Propofol sollte nicht bei einer Kreislaufinsuffizienz oder Hypovolämie gegeben werden, da es dabei zu verstärktem Blutdruckabfall kommen kann. Weiterhin ist es während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angezeigt, da keine ausreichenden Daten über mögliche Schäden vorliegen.